Jean Tinguely

Schweiz
22.5.1925 Freiburg (CH) - 30.8.1991, Bern

Kinetische Kunst, Installationen, Malerei, Grafik


Jean Tinguely wuchs im Basler Gundeldingerquartier auf. Seine Berufslehre als Dekorateur beim Warenhaus Globus in Basel wurde wegen «Disziplinlosigkeit» abgebrochen. 

Joos Hutter, ein Basler Galerist und Künstler,  wurde sein Förderer und Lehrer. Von 1941-45 besuchte Tinguely die Kunstgewerbeschule in Basel. Dort lernte er Eva Aeppli (1925-2015) kennen, die er 1949 heiratete. 1952 zogen sie nach Paris, wo sie mehr schlecht als recht lebten. Der karge Verdienst kam vor allem vom Verkauf der selbst genähten Handpuppen Eva Aepplis. Er schloss sich den «Neuen Realisten» an und wurde eine treibenden Kraft dieser Künstlergruppe. 

Die Galerie Arnaud stellte 1954 erstmals Tinguelys «meta-mechanischen» Reliefs oder «peintures-automates» aus. Es folgte eine Ausstellung in der Galerie Denise René unter dem Titel «Le Mouvement». Tinguely fand sich in der Gesellschaft von Duchamp, Calder, Agam, Vasarely, Soto und Jacobsen. Mit Yves Klein konnte er einen Auftrag für Kunst am Bau ausführen: die Ausstattung des Foyers im neuen Opernhaus von Gelsenkirchen (D). 

1960 lernte er die Künstlerin Niki de Saint-Phalle (1930 - 2002) kennen, die er 1971 heiratete. Zusammen mit ihr gestaltete er verschiedene Projekte. Später lernte er seine dritte Frau, die Fotografin Micheline Gygax kennen.

Tinguely Brunnen beim Theater in Basel

Die Pariser Galerie Arnaud stellte 1954 erstmals Tinguelys «meta-mechanischen» Reliefs oder «peintures-automates» aus. Es folgte eine Ausstellung in der Galerie Denise René in Paris unter dem Titel «Le Mouvement».

Tinguely fand sich in der Gesellschaft von Duchamp, Calder, Agam, Vasarely, Soto und Jacobsen. Mit Yves Klein konnte er einen Auftrag für Kunst am Bau ausführen: die Ausstattung des Foyers im neuen Opernhaus von Gelsenkirchen (D). 

1960 lernte er die Künstlerin Niki de Saint-Phalle (1930 - 2002) kennen, die er 1971 heiratete. Zusammen mit ihr gestaltete er verschiedene Projekte. Später lernte er seine dritte Frau, die Fotografin Micheline Gygax kennen.

Sein künstlerisches Anliegen waren Sichtbarmachung der Bewegung, und als wichtiges Symbol dafür erschien ihm die Maschine als Skulptur. So begann er Skulpturen aus Schrottbestandteilen und Fundstücken zu kreieren - motorisierte Apparate, die knattern, zischen und quietschen. Bald kamen die sog. «Balubas» hinzu , bei denen er buntfarbige Fundobjekte wie z.B. Vogelfedern, Tierfelle u.a. einbaute und die Apparate mit akustischen Effekten und zuckenden Bewegungen zum Leben erweckte.

1964 baute er für die Expo in Lausanne Heureka», eine Maschine, die über flüssige Handlungen verrichtet Tinguely pendelte zwischen Paris, Freiburg und Basel, wo sein «Fasnachtsbrunnen» anstelle des alten Theaters entstand. Viele weitere Aufträge folgten wie z.B. 1983 der Brunnen zu Ehren Strawinskys beim Centre Pompidou in Paris.  

Mit dem Eisenplastiker Bernhard Luginbühl verband ihn eine langjährige Freundschaft. Mit ihm und weiteren  Künstlern sowie mit seiner Frau Niki de Saint Phalle realisierte er  diverse gemeinsame Projekte.

Tinguely starb 1991 im Alter von 66 Jahren im Inselspital in Bern an einer Herzkrankheit. Er ist mit seiner dritten Frau  Micheline Gygax, die ebenfalls 1991 verstarb, auf dem Friedhof von Neyruz, Kanton Freiburg, in der Schweiz begraben, wo er sich bereits 1968  niedergelassen hatte. Auf dem Grab ist eine seiner beweglichen  Installationen platziert.

1996 wurde ihm zu Ehren das von Mario Botta entworfene Museum in Basel am Rheinufer eröffnet.
> Museum Jean Tinguely Basel

Tinguelys Werke werden in Museen und Galerien auf der ganzen Welt gezeigt.

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