Ashanti
Die Ashanti, eine halbe Million stark, wurden durch den Widerstand berühmt, den sie
im vorigen Jahrhundert den Engländern leisteten.
Heute sind die Ashanti das
Kernvolk des Staates Ghana. Die Ashanti leben im Urwald; wie die ihnen verwandten Agnivölker, zu denen die Baule gehören, teils im Urwald, teils in der Savanne.
Sie sind etwa im 15. Jahrhundert aus dem Norden
hierher gekommen. Vom Sudan haben sie den Hunger nach Gold mitgebracht.
Die Ashanti haben selbst keine wesentliche Schnitzkunst, keine Masken und kaum
Figuren, noch andere figürliche Schnitzerei, sondern nur eine, allerdings sehr
bedeutende Kunst des Gusses von kleinen Metallfigürchen, den bekannten
Goldgewichten. Die Goldgewichte sind wegen ihrer Vielgestalt und
künstlerischen Anmut bekannt geworden.
Es werden alle erdenklichen Tiere nachgebildet:
Leoparden, Antilopen, Skorpion; oder Pflanzliches: Pfefferschote, Maiskolben;
oder Miniaturen von Gebrauchsgegenständen: Hacke, Häuptlingsschwert
Hüttendach und schliesslich geometrische Figuren und Ornamente: kleine
Stufenpyramiden oder auf viereckigem Sockel irgendein Ornament.
Quelle:
Hans Himmelheber: «Negerkunst und Negerkünstler»
©
Galerie HILT AG Basel, 2006 / cr-tg