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Lulua
(Bena Lulua), Sammelbegriff für autonome Volksgruppe im Süden von Zaire mit
etwa 300'000 Menschen, westlich der Stadt Kananga mit den Kete im Norden und
Süden, den Pende im Westen und den Songe im Osten als Nachbarn.
Die verschiedenen Einflüsse, denen die Lulua im Laufe
ihrer Geschichte ausgesetzt waren, spiegeln sich auch im Stil ihrer Kunst
wider, der Elemente der Kuba, Pende und Chokwe erkennen lässt.
Obwohl die Lulua keine eigentliche Maskentradition haben,
gibt es einige wenige, ihnen zugeschriebene Masken, die sich meist durch
eine betonte konkave Augenpartie auszeichnen.
Neben grossen Kriegerfiguren, die auch im Feld mitgeführt wurden, sind es
vor allem die kleinen persönlichen Schutzfiguren, die von den Lulua bekannt
geworden sind. Von ihnen gibt es welche, die dem allgemeinen Wohlbefinden
dienen, andere, die Glück und Schönheit bringen sollen, die wieder andere
welche schwangere Frauen beschützen oder Kindersegen bedeuten; sie heissen
lupfing oder mbulnga und werden von den Frauen unter dem
Gürtel getragen.
Quelle: Karl-Ferdinand Schaedler «Lexikon Afrikanische Kunst und Kultur»
(ISBN 3-7814-0374-2)
© Galerie HILT AG Basel, 2006/tg
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