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Robert Strübin (1897 - 1965)

Er wurde am 23.2.1897 in Basel geboren und starb am 15.8.1965 ebenfalls in Basel.

 

Seine Mutter war Elsässerin, sein Vater Schweizer. Er wuchs in einem begüterten, kunstsinnigen Elternhaus auf. Eine Verwachsung seiner Füsse behinderte ihn leider zeitlebens. Auf Anraten des Vaters begann er eine kaufmännische Lehre in einer Bank, brach diese aber ab, da seine musikalische Begabung grösser war. Er besuchte die Konservatorien in Basel und Lausanne, bis er Schüler und später Assistent von Alfred Hamm, dem damaligen Organisten am Basler Münster, wurde. Ab 1924 unterrichtete er einige Jahre an der Musik-Akademie.

 

1930 besuchte er einen halbjährigen Kurs im Perspektivzeichnen und es entstanden erste bildnerische Arbeiten und Karikaturen. Im selben Jahr starb sein Vater, von da an lebte er, selbst kränklich, mit seiner leidenden Mutter im Elternhaus zusammen bis zu seinem Tode.

 

Ab 1934 malte er phantastische Architekturwelten und andere Bildfindungen, die oft von einer quälenden Distanziertheit zeugten. Später kamen Rosettenblätter und Mandalas hinzu. Er wurde der unfreiwillige Erfinder der Op-Art, 10 Jahre vor Vasarely.

 

Während des Krieges unterbrach er das Malen und widmete sich ganz seinen Tagebuchaufzeichnungen, in denen er täglich die Greuel des Krieges festhielt und seelisch zu verarbeiten suchte. Von 1940-47 war er ehrenamtlich beim Roten Kreuz tätig. Nach dem Tode seiner Mutter 1947 geriet er in finanzielle Schwierigkeiten und zudem litt er an Asthma und Angina Pectoris. Er zog sich immer mehr zurück und verarmte zusehends. Als sein Arzt ihm darauf verbot, weiterhin Klavier zu spielen begann er ab 1957, Teile aus Musikpartituren nach einem eigenen Code in Farben umzusetzen. Jeder Note gab er einen anderen Farbton, und eben diesen Farbton verwendete er für das ganze Bild, es entstanden Rechtecke und Vierecke, deren Grösse der Länge des Tones entsprachen.

 

Ein Jahr vor seinem Tod erlebte er seine erste Ausstellung in einer kleinen Galerie in Basel. Die Basler Mäzenin Maja Sacher förderte ihn mit grossen Käufen, aber der scheue, etwas schrullige Künstler blieb der Öffentlichkeit dennoch weitgehend verborgen. Salonfähig wurde seine Kunst erst 1970 anlässlich einer Ausstellung im Kunsthaus Luzern. Es folgten verschiedene Museumsausstellungen u.a. im Stedelijk Museum in Amsterdam und dem Kunstmuseum in Basel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausstellungen in der Galerie HILT

 

1988  Robert Strübin

 

 

 

© Copyright Galerie HILT AG, 1999/ab

 

Zur Beachtung: es kann sein, dass abgebildete Werke nicht mehr im Angebot erhältlich sind. Aktuelle Angebote auf Anfrage. Besten Dank für Ihr Verständnis.