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Anna Staub-Josipovic (*1942) Anna Staub-Josipovic wurde 1942 in Banja Luka/ex-Jugoslawien geboren und lebt heute mit ihrem Mann Erich Staub in St. Gallen.
Ihr Leben begann als einfaches, in Armut lebendes Bauernmädchen. Mit der Emigration, zuerst nach Österreich, dann in die Schweiz, versuchte sie früh, den ärgsten Nöten zu entkommen. In St. Gallen begegnete sie Erich Staub. Sie haben zusammen zwei Buben.
Aus einem bäuerlichen Milieu stammend, weiss Anna Staub, was das Landleben wirklich bedeutet. In die traditionelle Appenzeller Malweise wurde sie aber von ihrem Mann eingeführt. So oft es ging besuchten die beiden Volksfeste im Appenzellerland, um sich für ihre Malerei inspirieren zu lassen.
Anna Staubs Bilder sind auf den ersten Blick bestechend dekorativ. In der vorderen Bildebene winden sich lange Reihen von Kühen, angeführt vom Senn, seinem Hund und den Geissen. Tiefer im Bild eingebettet sind Appenzellerhäuser in einer idyllischen Landschaft. Die Kühe wirken flächig. Die Sennen sind kindlich rotbackig, in bunter Tracht abgebildet. In grosser Liebe zum Detail werden auch winzige Bildelemente – Bäume, Häuser, Tiere, Geräte – herausgearbeitet. Das einfache Leben der Appenzeller Bauern wird mit Phantasie und Hingabe künstlerisch gestaltet. Der Erfolg Anna Staubs ist sicherlich auf die Feinheit der Malerei und die sensible Gestaltung ihres Themas zurückzuführen.
Zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen fanden im In- und Ausland statt.
Ausstellungen in der Galerie HILT: «Anna und Erich Staub» 1977, 1978, 1979, 1980, 1982, 1983, 1985; «CH-Ost: Krüsi, Wey, Greuter, Staub E. & A.» 1990.
Quelle: Dokumentationen der Galerie HILT; Zeitung «Die Ostschweiz» vom 17.9.93.
© Copyright Galerie HILT AG, 2000/2002ab-tr
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