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A. R. Penck (*1939) Eigentlich Ralf Winkler Er wurde am 5.10.1939 in Dresden geboren, lebt und arbeitet heute in Berlin.
Bereits als 10-Jähriger begann er mit der Malerei, wurde jedoch wiederholt von den Akademien von Dresden und Ostberlin als Schüler zurückgewiesen. Während seiner Lehre als Werbezeichner nahm er an privaten Abend-Malkursen bei Strawalde (eigentlich Jürgen Böttcher) teil.
Entscheidend wurde für ihn die Begegnung mit Baselitz, dessen Westberliner Atelier er noch kurz vor dem Mauerbau besuchte. Neben lyrischen Arbeiten und kybernetischen Studien beteiligte er sich auch aktiv als Musiker an Free-Jazz-Konzerten in Dresden.
In der damals offiziellen DDR-Kunst stiessen seine Werke auf Ablehnung, so dass er gezwungen war, sie unter verschiedenen Decknamen in den Westen zu bringen. 1980 übersiedelte er in die Bundesrepublik, später wohnte er eine Zeitlang in London, und 1989 wurde er Professor der Kunstakademie in Düsseldorf.
Seine fast prähistorische Malweise von Zeichen und Strichmenschen schildern extrem reduzierte Darstellungen menschlicher Befindlichkeiten. Mit grossen Pinselstrichen variiert er in archetypischen Kürzeln, um die Kontinuität menschlicher Urängste darzustellen.
Während die «Weltbilder» 1962 und «Stand-Artbilder» 1968-73 eine graphische Malweise aufweisen, thematisieren sie teilweise konkrete Vorgänge allgemeiner Situationen der Verständigung in der Vergangenheit. Ihre Chiffren, Zeichen und Signale stehen trotz ihrer Gegenständlichkeit der Konzeptkunst nahe.
Sein Bildspektrum erweiterte er in den 70er und 80er Jahren durch plakative Farbakzente sowie grossflächigere und komplexere Bildformate. In Plastiken aus Holz und Bronze überträgt er das Symbolrepertoire der Zeichen auch in den 3-dimensionalen Raum.
Er hat entscheidende Impulse für die Entstehung der neuen figurativen Malerei der frühen 80er Jahre in Deutschland gegeben.
Ausstellungen: u.a. «AAA – Art, Allemange, Aujoud’hui», Musée d‘Art Moderne de la ville de Paris, 1981.
Quelle: Reclams Künstlerlexikon, DuMont’s Künstlerlexikon, DuMont’s Chronik der Kunst im 20. Jhd.
© Copyright Galerie HILT AG, 2000/ab
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