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Selbstbildnis

Öl auf Pavatex

E887   23 x 30 cm

 

 

Rheinblick zum Theodors-graben in Basel,

1960er Jahre

Öl auf Leinwand

K363   48 x 65 cm

 

 

 

 

 

Hebelstrasse in Basel, 1970

Öl auf Leinwand

K364   81 x 65 cm

 

 

 

 

 

 

 

Karl Moor (1904-1991)

Er wurde am 7.12.1904 in Basel geboren und starb am 24.12.1991 ebenfalls dort.

Als Sohn eines Bahnhofportiers wuchs er mit seinen vier Geschwistern in einfachen Verhältnissen im Gundeldingerquartier auf. Der aufgeweckte Junge durfte die obere Realschule (heutige Gymnasialstufe) besuchen und sollte etwas «Besseres» werden.

Er lernte dann den Beruf des Kaufmannes bei einer Handelsfirma, seine Freizeit verbrachte er aber mit Kunstbüchern, Monographien und Konzerten, und in aller Stille malte er selbst.

So besuchte er denn auch Abendkurse an der Kunstgewerbeschule Basel besuchen. 1924 stellte er ein erstes Bild an der Weihnachtsausstellung in der Kunsthalle Basel aus, und 1925 wagte er dann, zum Entsetzen seiner Eltern, den Schritt weg vom sicheren Kaufmanns-Beruf in eine Zukunft als Maler. Bis 1928 studierte er bei Arnold Fiechter, Albrecht Mayer, Hermann Meyer und Alfred Soder an der KSG.

Bald wurde man auf den jungen, begabten Maler aufmerksam. Zwei Basler «His-Stipendien» und drei Eidgenössische Kunststipendien ermöglichten ihm Studienaufenthalte in Holland, Italien und in Paris.

1932 gründete er eine eigene Familie mit Lorli, geb. Brachowitz, welche ihm eine Tochter und einen Sohn schenkte.

In den 1930er Jahren stellte sich zunehmender Erfolg ein, Portrait- und Kunstkredit-Aufträge sowie Ausstellungen festigten seinen Ruf. Firmen, Sammler und öffentliche Institutionen begannen, seine Werke zu erwerben. Der breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde er durch Wandbilder im Dreirosen- und Wettstein-Schulhaus (1934 und 1953) und der Wandelhalle des Kantonsspitals (1955) bekannt. Er war Mitglied der GSMBA und stellte schliesslich in Museen und Galerien in der ganzen Schweiz aus.

Seine Motive für seine Landschafts- und Bahnhofsbilder fand er vor allem in Basel und der Umgebung. Unermüdlich skizzierte und aquarellierte er im nahen Elsass, Baselbiet, im Jura und in der Stadt selbst, um dann in seinem Atelier die Bilder in Öl zu malen. Aber auch in den Bergen fand er vor allem in den letzten Jahrzehnten seine Motive. Daneben stellen Portraits aus Aufträgen und Zufallsbegegnungen, Darstellungen seiner Familie, Bekannten und sich selbst einen wichtigen Teil seines Werkes dar. Diese «Menschen-Bilder» zeigen seine Zuneigung zu ihnen und seine Meisterschaft, nicht nur die äussere Erscheinung, sondern Wesen und Individualität der Person zu erfassen und unpretentiös in einigen wesentlichen Merkmalen darzustellen. Seine Stilleben zeigen schlichte, auch unscheinbare Dinge des Alltags. Mit delikater Farbgebung gelang es ihm, die Schönheit und Lebendigkeit einfacher Sachen auszudrücken.

Er gehört stilistisch der «tonigen Basler Schule» an, liess sich aber auch vom Impressionismus inspirieren. In oft sehr pastosem Farbauftrag und Formenkonturierung vermochte er in seinen Bildern eine stille Harmonie und Ausgewogenheit zu schaffen und seine empfindsame Beobachtungsgabe und seine Wertschätzung der Motive meisterlich zum Ausdruck zu bringen. Seinem Stil ein Leben lang treu gebliebenen, nimmt er einen unverwechselbaren Platz im Panorama der Basler Maler ein.

 
 

 

 

 

Ausstellungen in der Galerie HILT: Ölgemälde, 1998; Retrospektive», 1999

Quellen: Dr. Robert Th. Stoll: Karl Moor, Reinhardt Verlag Basel, 1989; Kommentar zu einer Grafik-Mappe von Hans Göhner, BaZ: Basler Magazin vom 15.11.1986

© Copyright Galerie HILT AG, 2004/kr-cr

Literatur

 

 

 


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