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Jeune fille au tâches, 1964

Aquarell auf Papier

65 x 50 cm

AG62

 

 

Leonor Fini (1908 - 1996)

Sie wurde am 3.8.1908 in Buenos Aires (AR) geboren und starb 1996 in Paris.

 

Ihr Vater war Argentinier, die Mutter Italienerin. Um ihr eine gute Schule und Ausbildung zu ermöglichen, zog die Familie nach Triest.

 

Sie begann, autodidaktisch unter dem Einfluss von Carlo Carrà und Arturo Tosi in Mailand zu malen. 1933 zog sie definitiv nach Paris. In den späteren Jahren wohnte sie (mit ihren geliebten Katzen) zum Teil auch auf Korsika.

 

In Paris lernte sie Max Ernst und andere Surrealisten kennen und beteiligte sich an deren Ausstellungen.

 

Formell mochte sie der Gruppe der Surrealisten nicht beitreten, das künstlerische Programm schien ihr zu dogmatisch und arrogant. Sie folgte lieber ihrer individuellen Eingebung, einem gegenständlichen Realismus, den sie durch extreme Glättung der Farben sowie eine durchsichtige Farbigkeit erneut verfremdete.

 

In ihren Bildern herrscht die unwirkliche Stille eingefrorener Träume, bevölkert von geheimnisvollen Figuren, androgynen Frauengestalten, sphinxartigen Wesen und immer ihre Katzen, die dem Betrachter unverwandt in die Augen starren. Ihre Bildwelt ist von morbider Sinnlichkeit.

 

Sie schuf u.a. auch etliche Bühnenausstattungen und Kostüme für Theater, Ballett und Film.

 

Die Aquarellmalerei empfand sie als grosse Befreiung, Bilder auf Leinwand eher als Strafe.

 

Zeitlebens verstand Leonor Fini sich selbst als Teil ihrer Kunst, die Kunst als Teil ihres Lebens. Bei Festen verblüffte sie ihre Gäste mit aufwendig-phantastischen Kostümen, ihre Bilder wiederum füllte sie mit Selbstporträts.

 

 

 

 

Werke:

1945-66 Bühnenbilder und Kostüme, u.a. f. Jean Genet «Die Zofe», 1961

«Szenenwechsel der Apotheose», 1938-39

«Zweideutige Verwandlung», 1953

«L'Amitié», 1958

«Ada et Oracle», 1975

«La Crépuscule du matin» 1979

«Den tiefen Winden ausgeliefert», 1992.

 

Ausstellungen: u.a. «Grosse Werkschau Leonor Fini», 1997, Panorama Museum, Bad Frankenhausen.

 

Quelle : Dokumentation Galerie HILT, Reclams Künstlerlexikon, DuMont's Künstlerlexikon, «Art» Ausgabe 12/97.

 

 

 

© Copyright Galerie HILT AG, 1998/ab

 

 

 

 


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