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«Verhüllte Statue», 1974 Farblithographie, Fotooffset, Exemplar 72/200 sign. und num. unten links 61 x 46 cm - AG162
«Surrounded Islands Wrapped», 1980 - 1983; Original Vintage Print Exemplar 10 / 35 sign, unten re: Christo und Jean-Claude nummeriert unten links 60 x 85 cm - AG285
«Wrapped Monument to Farel, Clavin, Beze, Knox», 1975 - Lithographie, Collage Exemplar 98/100 sign. und num. unten rechts 71 x 55,5cm - AG369 |
CHRISTO (*1935)* & Jeanne-Claude (*1935) *eigentlich Christo Vladimiroff Javacheff und Jeanne-Claude Denat de Guillebon Er wurde am 13.6.1935 in Gabrovo (BG) geboren und lebt heute mit seiner Frau Jeanne-Claude, die am selben Tag desselben Jahres in Casablanca geboren wurde, in New York.
Christo studierte bis 1956 Malerei, Bildhauerei und Architektur an der Kunstakademie in Sofia. Während den Unruhen in Ungarn ging er über Prag, Wien und über Genf 1958 schliesslich nach Paris, wo er sich dem «Nouveau Réalisme» anschloss. Anfänglich bestritt er seinen Lebensunterhalt in Paris mit dem Malen von Porträts, die er mit «Javacheff» signierte. Bei dieser Gelegenheit wurde er der Frau des Generals de Guillebon, eines franz. Kriegshelden, empfohlen und er porträtierte sie in drei Variationen. Dabei lernte er Jeanne-Claude, ihre Tochter kennen und lieben.
Die Flucht in den Westen hatte tief greifende Veränderungen für Christo bedeutet: seinen eigenen künstlerischen Weg betrat er, indem er seinen slawischen Nachnamen «Javacheff» wegzulassen und nur noch seinen Vornamen «Christo» zu verwenden begann, unter dem er heute weltweit bekannt ist. Als zweites begann er zu verhüllen, anstatt zu malen.
Zunächst begann er Alltagsgegenstände zu verhüllen, einer Dada-Idee folgend, welche er konsequent in immer grösseren Dimensionen weiterentwickelte. Er verhüllte einfach alles, was er finden konnte und setzte voraus, dass jedes, aber auch jedes Objekt seinen Platz in der Kunst haben konnte. Er verhüllte diese Objekte in Leinwand und schnürte sie fest mit Stricken, Seilen oder Bindfäden, einige bemalte er anschliessend.
Im Laufe der Jahre 1958-59 waren seine «Verhüllungen» bloss Pakete, 1961 kamen in Köln und Paris Assemblagen aus Ölfässern dazu. Das Prinzip des Verpackens, Verhüllens und Verbergens (ohne die Objekte jedoch völlig unkenntlich zu machen) liess eine verblüffende Vielseitigkeit zu - eigentlich sind seine Werke Enthüllungen durch Verbergen.
1964 übersiedelten die Christos nach New York, in die Stadt, die inzwischen Paris als Welthauptstadt der Kunst den Rang abgelaufen hatte. Das Werk der Christos fand in den 60er Jahren weltweite Anerkennung.
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Das erste Museum Europas, das von den Künstlern verhüllt wurde, war 1968 die Kunsthalle in Bern. 1969 kam der 2km lange Küstenstreifen «Little Bay» bei Sydney dazu. Weltweite Beachtung fanden auch die Grossraumprojekte «Valley Curtain» in Colorado und, «Running Fence» in Kalifornien. Letzteres wurde von Christo selbst als «40 km durchscheinenden weissen Stoffs, der über den Hügeln verläuft, aus dem Meer auftaucht und wieder im Meer verschwindet» beschrieben.
Erst 1995, nach 23 Jahren grosser Bemühungen, gelang es den Christos, auch den Reichstag in Berlin zu verhüllen.
Christos kommunikative Fähigkeiten und sein Gespür für die Einbeziehung von Naturelementen und der Entfernungen in seine Projekte mögen teilweise auch von den Erfahrungen des sozialistischen Realismus, der in Sofia gelehrt wurde, herrühren. Es geht den Christos ausdrücklich darum, möglichst viele Menschen aus allen Schichten in ihre Projekte einzubeziehen und ihnen ein ästhetisches Erlebnis zu vermitteln. Christos Kunst ist also das Ergebnis einer Kombination aus Intelligenz und ästhetischer Intuition mit der natürlichen und bebauten Umgebung.
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Werke und Projekte Mauer aus Ölfässern - Eiserner Vorhang, 1962,Paris Die Mauer - Verhüllte röm. Stadtmauer, 1974, Rom Surrounded Islands, 1983, Biscayne Bay, Greater Miami Der verhüllte Pont Neuf, 1975-85, Paris The Umbrellas, Japan und USA, 1984-91 Wrapped Trees, 1998/99, Fondation Beyeler, Riehen (CH).
Quelle : Reclams Künstlerlexikon, «Christo und Jeanne-Claude», Benedikt Taschen Verlag, Köln
© Copyright Galerie HILT AG, Basel, 1998/ab
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