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Georges Braque (1882-1963)

 

Er wurde am 13.5.1882 in Argenteuil-sur-Seine (F) geboren und starb am 31.8.1963 in Paris.

1890 zog die Familie Braque nach Le Havre, hier verbrachte Georges Braque seine Kindheit und Jugend. 1897 begann er eine Lehre als Dekorationsmaler bei seinem Vater, gleichzeitig nahm er Abendkurse an der Ecole des Beaux-Arts in Le Havre. 1900 übersiedelte er nach Paris, studierte an der Ecole des Beaux-Arts bei Bonnat, später besuchte er die Académie Humbert in Paris. Während dieser Studienzeit setzte er sich sehr mit den Impressionisten auseinander.

1906 schloss er sich den Fauves an, doch 1908 beeindruckte ihn die Cézanne-Gedächtnisausstellung und er entwickelte unter diesem Einfluss den Kubismus. Der Kritiker Louis Vauxcelles prägte den Begriff «Kubismus» anlässlich eines Bildes von Braque. Um diese Zeit entstand auch die Freundschaft zu Picasso und Apollinaire. 1907 kaufte der Galerist und Kunsthändler Kahnweiler erste Werke von Braque. Es begann ein intensiver Austausch mit Picasso, der für die Entwicklung des Kubismus entscheidend blieb.

1912 heiratete er Marcelle Lapré. Den Sommer verbrachte er in Sorgues mit Picasso. Seine ersten «Papier collés» entstanden, auch benutzte er «Kämme» für Tromp-l'oeil-Effekte, Sand und Sägemehl. Noch in diesem Jahr nahm er an der Ausstellung des Blauen Reiters in München und der Sonderbundausstellung in Köln teil. 1913 beteiligte er sich sogar an der Armory Show in New York.

Im 1. Weltkrieg zog er sich eine schwere Kopfverletzung zu; er musste am Schädel operiert werden, anschliessend wurde er ausgemustert. Ende des Krieges, nach einer langen Genesungszeit, widmete er sich ausschliesslich der Kunst. 1917 lernte er Juan Gris kennen und es entstand eine langjährige Freundschaft. Braque stellte verschiedentlich bei Léonce Rosenberg aus, später ausschliesslich bei Kahnweiler. Während der Okkupation im 2. Weltkrieg blieb er in Paris.

Im ganzen gesehen wurde seine Malerei zunehmend gegenständlicher und realitätsbezogener. Bis 1920 schuf er vor allem Stilleben, dann trat auch die Landschaft und der Mensch in seiner künstlerischen Welt auf. Beeinflusst wurde er zuerst von Matisse, später von Picasso und der Antike. Sein Malstil ist fliessend und mit subtilem Kolorit, er zeichnet sich durch Sinn für Harmonie, Geschmack, Mass und Disziplin aus. Technisch kam vielerlei hinzu, z.B. die «Papiers collés», mit Schablone gemalte Ziffern und Buchstaben, Gipsreliefs, Keramiken, Bildhauerarbeiten und mehrere Balletdekorationen für Diaghilew's «Ballet Russe». Der Höhepunkt seiner Arbeiten bilden zweifelsohne seine Atelier-Bilder (1949-55). Das Werk von Georges Braque ist sehr umfangreich, er ist in vielen Museen der ganzen Welt vertreten, besonders aber in Paris.

Bis zu seinem Tod hatte er unzählige Ausstellungen auf der ganzen Welt, u.a.: Kahnweiler, Paris, 1908; Salon d'Automne, Paris, 1908; Galerie de L'Effort Moderne, L. Rosenberg, Paris, 1919; Ehrensaal im Salon d'Automne, Paris, 1922; Erste Retrospektive in der Kunsthalle Basel, 1933; Zweite Retrospektive in der Kunsthalle Basel, 1960. Vertreten in der Sammlung: Raoul La Roche, 1921-23 (Kunstmuseum Basel). 1948 grosser Preis der Biennale von Venedig.

 

 

Ausstellungen in der Galerie HILT

 

1959   Georges Braque»

 

Quelle/n

 

Infoblatt Kunstmuseum Basel, Reclams Künstlerlexikon

 

 

© Copyright Galerie HILT AG, Basel, 1998/ab

 

Zur Beachtung: es kann sein, dass abgebildete Werke nicht mehr im Angebot erhältlich sind. Aktuelle Angebote auf Anfrage. Besten Dank für Ihr Verständnis.