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seit 1950

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«Composition», 1966

Gouache auf Bütten, 67 x 53 cm; E63

«Composition sur fond noir», 1966

Öl auf Papier, Grösse: 37,5 x 60 cm signiert und datiert unten rechts, E337

«Composition», 1969

Aus der Serie «Espace concertés», Acryl auf Malkarton, 39 x 50 cm,  signiert und datiert unten, rechts; E665

Francis Ernst Bott (1904 -1998)                   Katalog

Francis Ernst Bott wurde am 8.3.1904 in Frankfurt a/M. geboren und starb am 7.11.1998 in Breganzona (CH).

 

Von 1907-1917 besuchte er verschiedene Schulen und Internate in der Schweiz und Belgien. Die anschliessenden Versuche, als Koch oder im Büro seines Vaters zu arbeiten, scheiterten. Er begann ein Vagabundenleben, das ihn durch ganz Europa, Süd- und Nordamerika führte. Bereits 1920 fand er Anschluss in Köln im Kreis um Heinrich Hoerle und Max Ernst.

 

1924 lernte er in Dresden seine Frau Maria Gruschka, Tochter eines polnischen Rabbiners, kennen. Beide waren in der Kommunistischen Partei Deutschlands aktiv. Francis und Maria Bott gingen 1933 ins Exil nach Prag, wo Bott auf Anraten des Malers Oskar Kokoschka seinen Lebensunterhalt durch zeichnen und malen von Postkarten verdiente.

 

1937 lernte er während eines Aufenthaltes in Paris Max Ernst persönlich kennen. Er traf auch Picasso. Im selben Jahr fand seine erste Ausstellung in Rouen (F) statt.

Während des 2. Weltkrieges war er in der Résistance aktiv und lebte als Holzfäller in Carcassonne.

 

1945 kehrte er nach Paris zurück. In den folgenden Jahren stellte er erfolgreich in Frankreich, Belgien und den Niederlanden aus, wurde aber erst Ende der Vierziger Jahre in Deutschland als Maler zu Kenntnis genommen.

 

1961 starb Maria an den Folgen der Krankheiten, die sie sich während den Jahren der Verfolgung zugezogen hatte. Francis Ernst Bott nahm sich vor, Malerei und Leben ausklingen zu lassen. Doch er fasste neuen Lebensmut. Bereits 1962 trat er eine Stelle als Gastdozent an der Hochschule bildender Künste im Hamburg an und nahm ein Jahr später an der Siebten Biennale von Sao Paolo teil.

 

1967 heiratete er ein zweites Mal. Mit der Ärztin Aida Hussein lebte er abwechselnd in Paris, München und Leonberg bei Stuttgart, später in Breganzona im Tessin.

 

Nach einer ersten realistischen, und einer zweiten expressiven Phase, waren seine Bilder bis Ende der Vierziger Jahre von den Surrealisten beeinflusst. Später malte er nur noch abstrakt. Er schloss sich der «Art Informel» an, die sich in Paris bildete. Sie hebt sich durch die Ablehnung einer organisierten Formstruktur von der sogenannten «geometrischen Abstraktion» ab. Seine Werke sind Versuche, geistige Impulse unmittelbar auszudrücken. Sie sind als Psychogramme flüchtiger innerer Vorstellungen und Eindrücke zu verstehen.

 

 

 

 

 

 

 

Werke u.a.: Fenster von Reux, 1954, Schlosskapelle Reux, Calvados.

 

Ausstellungen: 2. Salon des Réalités Nouvelle, 1946, Paris; Wanderausstellung «Franz. Abstrakte Malerei», 1948, Hannover, Hamburg, Frankfurt, Freiburg; Bühnenbild zu W. Borcherts Drama «Draussen vor der Tür», 1952, Théatre de l'Humour, Paris; Beteiligung an der «Collettiva artisti di Breganzona», 1977.

 

Ausstellungen in der Galerie HILT: 1970 und ART 1'70, 1997, 2003

 

Sammlungen: Alix de Rothschild, 1952, Schloss Reux, Calvados; Kunstmuseum Basel; Staatsmuseum Luxemburg; Musée National d'Art Moderne, Paris; Museum of Modern Art, New York; Musée d'Art Contemporain, Montreal; Kunsthaus Zürich; Auckland Art Gallery, Neuseeland.

 

Quellen : «Francis Bott», Marcel Brion, Bodensee Verlag 1962; Katalog «Francis Bott», Galerie Henze, 1984

 

© Copyright Galerie HILT AG, Basel, 2001/ab-tr

 


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