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«Torhüter No. 1», 2008

Gouache auf Papier

50 x 39,5 cm

 

Cornelia Ziegler (*1939)

Zur Ausstellung Fussballett   24.5. - 28.6.2008:


Cornelia Ziegler ist in Croydon, südlich von London, geboren. Ihr Vater Richard Ziegler war in den Zwanziger Jahren ein bekannter Künstler. Die Eltern mussten während des Dritten Reiches nach England emigrieren.

Sie studierte an der renommierten «Guildford» und «Kingston School of Art» und später an der Akademie der Bildenden Künste in München.

Aus aktuellem Anlass der Fussball EURO 2008 hat sie zahlreiche Fussballszenen mit Zeichenstift und Pinsel auf Papier und Leinwand gebannt. So ist eine eindrückliche Serie voller Bewegung, Energie und Eleganz entstanden.

Cornelia Ziegler wurde 1939 in Croydon (südlich von London) geboren, wohin ihre Eltern, bedingt durch die Erstarkung des Nationalsozialismus, emigrieren mussten. Dies hatte zur Folge dass sie, wie sie selbst sagt, Englisches in englischen Schulen lernte und Hause den Hintergrund kontinentaler Kultur hatte. Das Elternhaus war zudem stark von Kunst geprägt: ihr Vater war in den 1920er Jahren ein bekannter Illustrator und Maler, ihre Mutter Musikerin.

Cornelia Ziegler studierte an der renommierten «Guildford» und «Kingston School of Art» und später an der Akademie der Bildenden Künste in München Grafik, Illustration, Malerei und Theaterdesign. Sie arbeitete anschliessend als Werbeillustratorin und entdeckte in München auch ihre Liebe zum Trickfilm.

Die nächste Station in Zieglers Leben sollte Bern sein, wo sie für den Hallwag Verlag und diverse Zeitschriften illustrierte und auch Mode zeichnete. In dieser Zeit begann sie sich auch intensiver mit den vielfältigen Formen der Bewegung auseinanderzusetzen und lebte ihre Freude an der Pantomime, dem Tanz und dem Theater voll aus. Diese Begeisterung wird sie ihr ganzes Leben begleiten und auch ihre Kunst nachhaltig beeinflussen: die Erfahrungen werden beim Betrachten ihrer Bewegungsstudien besonders spürbar, dessen sensible Echtheit weiterschwingt.

1972 zog Cornelia Ziegler nach Basel, wo sie Grafiken und Animationen für die Kern Film herstellte und Bühnenbilder und Kostüme entwarf. Hier begann sie auch Theaterstücke in Zeichenfolgen aufzuzeichnen und während der Aufführung zu skizzieren. Zudem wirkte sie selber bei Theatergruppen in Basel und im Elsass mit.

Seit 1977 ist Cornelia Ziegler freischaffende Zeichnerin, entwirft Bücher und Plakate und bringt als Stadtchronistin jedes Jahr den Basler Kalender heraus. Ihr schneller Strich und ihre lebendigen und realitätsnahen Skizzen sind einem breiteren Publikum auch von ihrer Tätigkeit als Gerichtszeichnerin für NZZ, Bund und Facts her bekannt.

Aus Anlass der Fussball-Europameisterschaft 2008 hat sie Fussballszenen mit Bleistift und Pinsel auf Papier und Leinwand gebannt. So ist eine eindrückliche Serie voller Bewegung, Energie und Eleganz entstanden.

Tanzend mit einem Bleistift in der Hand

Cornelia Ziegler arbeitet in Blei- und Farbstift, Pinsel, Federntusche, Aquarell und Mischtechnik. Mit wenigen Strichen oder, je nach Sujet, sehr detailliert, schafft sie figürliche und architektonische Zeichnungen. Doch sie beschränkt sich nicht auf Bilder, Bücher oder klassische
Illustrationen: auch aussergewönliche Formate wie ein acht Meter langes Leporello oder bewegliche dreidimensionale Bilder enstehen aus ihrer Hand.

Man spürt, dass vieles was sie zu Papier bringt auch tatsächlich von ihr gelebt wurde. So kann nur jemand zeichnen, der den Kontakt zu seinen «Modellen» sucht und sich selber intensiv mit Bewegung und Körperausdruck befasst. Gerade die Zeichnung ist die Kunstform die am unmittelbarsten etwas von den Empfindungen des Künstlers mitteilt – sie schafft die direkte Verbindung vom Auge zu Hand, sagt man, mit dem Umweg über das Herz.

Intuitiv und in Sekundenschnelle erfasst ihr Auge das Wesentliche, den Ausdruck, die Körperlinie einer Figur. Ihre Hand choreographiert sie fast ebensoschnell auf den weissen Grund in ihrem Schoss. Es macht Cornelia Ziegler Spass wie ein Reporter zu arbeiten. Das heisst, anstelle einer Kamera einen Block zu benützen und die wichtigsten Momente festzuhalten. Sei es wenn sie Stadtszenen, Tänzer und Sportler auf Papier bannt, sei es wenn sie sich mit der harten Realität im Gericht auseinandersetzt.

 

 

 


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