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Bedroom Blonde, 1998

Serigraphie 27/75

106,7 x 124,4 cm

SOLD

Smoking Cigarettes I, 1982

Radierung 2/8 h.c.

38 x 42 cm

SOLD

Tom Wesselmann (1931 - 2004)

Tom Wesselmann wurde am 23. Februar 1931 in Cincinnati, Ohio geboren und ist am 17. Dezember 2004 in Manhattan gestorben.

Nach Beendigung der Grundschule studierte er an der Universität, an der Art Academy in Cincinnati und an der Cooper Union School in New York. Er lebte und arbeitete während Jahren in New York, später zog er an die Westküste der USA. Nach anfänglichen Versuchen im Stil des abstrakten Expressionismus begann er bald mit Collagen im Geiste der Gouacheschnitte von Matisse zu experimentieren.

Schliesslich wandte er sich der Pop-Art zu und wurde zu einem ihrer bedeutendsten Repräsentanten. Wie auch bei anderen Vertretern der Pop-Art dienten ihm Darstellungen in Massenmedien, wie Werbeprospekte, Plakate, Film und Fernsehspots als Vorlagen und Sujets. Wesselmann entwickelte Rauschenbergs Assemblage-Techniken weiter, indem er eine Synthese aus Gemäldewand und Umgebung schuf. Es entstanden Objekte, die mit den Bildern verbunden waren. In seiner Serie der «Badewannen» z.B. verband er Gegenstände wie Badezimmertüren, Handtücher oder Wäschekästen mit seinen Bildobjekten.

In den «Great American Nudes» stellte er ab 1962 weibliche Körperteile, wie Mund oder Brust in riesigen Formaten und plakativen Farben und Formen dar. Auch diese umgab er mit Konsumrequisiten wie Heizkörper, Badewannen oder Radios. Die so entstandenen raumplastischen Wandtafeln gestatten im Gegensatz zur Umgebung jedoch nur die frontale Ansicht. Das Bild der «modernen Frau», sonnengebräunt von langen Strandaufenthalten, schlank durch strenge Diäten, gelackt wie aus Modefotos in Hochglanzillustrierten, bilden ein wichtiges Thema seines Schaffens.

Tom Wesselmann repräsentiert den Modernismus seiner Zeit in hohem Ausmass. Seine perfekten Kompositionen sind in klaren «Designerfarben» gehalten und widerspiegeln so eine glatte und kühl anmutende Fassade. Die von ihm angewandte Technik der Verschiebung und des Ineinanderfliessen lassen von Betrachtungsebenen entpuppt sich für den Betrachter als «Tromp d’Oeil» in mehrschichtiger Weise: man weiss nicht mehr, wo die Kunst beginnt und der Raum endet. Wesselmann führt den Betrachter so zur Frage der Wahrnehmungsebene innerhalb der Konsumgesellschaft.

Seine Werke sind in allen grossen Museen der Welt vertreten. Trotz jahrzehntelanger Produktivität und weltweitem Renomée fand sich zu Lebzeiten kein Biograf, der den Künstler und sein Werk angemessen gewürdigt hätte - eine Tatsache, der Wesselmann mit Humor begegnete. Unter dem klangvollen Pseudonym «Slim Stealingworth» schrieb er kurzerhand selbst eine Monographie.

© Copyright Galerie HILT AG, 2009/kr/cr/sc

 

 

Zur Beachtung: es kann sein, dass abgebildete Werke nicht mehr im Angebot erhältlich sind. Aktuelle Angebote auf Anfrage. Besten Dank für Ihr Verständnis.