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«Composition», 1953

Farbserigraphie,

Exemplar 119/300

64 x 49 cm

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Auguste Herbin (1882-1960)

Er wurde am 29.4.1882 in Quiévy (F) geboren und starb am 1.2.1960 in Paris.

 

Auguste Herbin studierte zunächst an der Kunstakademie in Lille, zog dann 1901 nach Paris, wo er sich nach einer von Cézanne beeinflussten Phase um 1910 dem Kubismus zuwandte. Im Verlauf der zwanziger Jahre näherte er sich immer stärker der Abstraktion zu, der er sich nach 1926 endgültig widmete.1931 gründete er mit Georges Vantongeloo die Gruppe «Abstraction-Création».

 

Seine Formen wurden nun durchgehend geometrisch und seine reinen Farben flächenhaft aufgetragen. Um 1940 entwickelte er sein «malerisches Alphabet», ein Kompositionssystem, das auf der Struktur der Buchstaben beruhte. Sein Bestreben war es, ein einfaches Formenvokabular zu schaffen; sein Einfluss auf die jungen abstrakten französischen Maler war schon vor dem 2. Weltkrieg beträchtlich, vor allem aber nach dem Erscheinen seines Buches «L'art non-figuratif, non-objectif» im Jahre 1949, in dem er in Anlehnung an Goethe die geistige Dimension der Farbe erklärt.

Herbin war ein Schüler von Rudolf Steiner. Er zog sich oft in das Goetheanum in Dornach bei Basel zurück. Er war Anhänger eines theosophischen Weltbildes und sah in der geometrischen Strukturierung seiner Farbpalette eine Ausdrucksmöglichkeit für eine spirituelle Vision des Universums.

 Er war als Maler lange verkannt und konnte erst während der letzten Jahre seines Lebens von der Malerei leben und dies auch nur mit Hilfe von Denise René, der grossen Vorkämpferin für die abstrakte geometrische Kunst, die seine Werke regelmässig in ihrer Galerie in Paris ausstellte und ihm seinen ersten wirklichen Vertrag verschaffte, als er bereits 65 Jahre alt war. Sein Genie kam nun zur vollkommenen Entfaltung und man reihte ihn zu den grossen Theoretikern der abstrakten Kunst wie Mondrian oder Kandisky ein.

 

 

 

 

 

 

 

Werke

 

«Air feu», 1944

«Freitag I», 1951 beide MNAM Centre Georges Pompidou, Paris.

 

 

 

 

Ausstellungen

 

 u.a. in namhaften Galerien der ganzen Welt; (z.B. Galerie Denise René, Paris).

 

 

 

Quelle

 

 Reclams Künstler Lexikon, DuMont's Künstlerlexikon, DuMont's Chronik der Kunst im 20. Jhd.

 

 

 

 

© Copyright Galerie HILT AG, 1999/ab

 

 

 

 


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