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La rue pavoisée, ed. 1954

Lithographie

Blatt: 67,7 x 52,4 cm

Bild: 41,4 x 43,3 cm

K168

 

Le gitarist, 1945/46

Gouache

47x 63 cm, E55

 

Baigneuses aux papillons, ca. 1930

Radierung 9/190

Blatt: 48,9 x 63,6 cm

Bild: 34,5 x 51 cm

 

Raoul Dufy (1877-1953)

Er wurde am 3.6.1877 in Le Havre (F) geboren und starb am 23.3.1953 an einem Herzanfall in Focalquier (F).

 

Ab 1892 besuchte er Abendkurse an der Städtischen Zeichenschule seiner Heimatstadt, wo er mit Othon Friesz zusammentraf. 1900 ging er mit einem Stipendium nach Paris an die Ecole des Beaux Arts und trat in das Atelier Léon Bonnat ein.

 

Zunächst vom Impressionismus beeindruckt, besonders von Claude Monet und seinem Vorläufer Eugène Boudin, geriet er bald in den Kreis der Fauves. Die beherrschende Position Henri Matisses sowie Paul Cézannes Errungenschaften für die Malerei der Moderne beeindruckten in so sehr, dass er 1906 das Bild «Plakate in Trouville» malte, dessen Farbe und Themenwahl ihn eindeutig dem Fauvismus zuwies. Anschliessend kehrte Dufy zu einer strengeren Kunstform zurück, namentlich in der Folge des Kontaktes mit Georges Braque. Währenddem sein Bruder Jean Dufy (1888-1964) vor allem als Aquarellmaler arbeitete, führte er 1910 die Holzschneidekunst zu neuer Blüte, als er «Bestarium» und «Das Gefolge des Orpheus» von Apollinaire illustrierte. Auch entwarf er Stoffe für den Modeschöpfer Paul Poiret, schuf die Bühnenbilder für «Ochs auf dem Dach» von Jean Cocteau, führte Kartons für Tapisserien aus und war als Keramiker tätig.

 

Aufenthalte in Südfrankreich und Italien wirkten befreiend auf seine Kunst, er entwickelte kontinuierlich einen eigenen Stil: leichte, leuchtende Farbigkeit, variable Konturen, rhythmische Folgen kurz skizzierter Zeichen und eine heitere Grundstimmung zeichneten ihn aus. Zeit seines Lebens hat die lichtvolle Landschaft der Normandie als Antrieb für seine Kunst gegolten. Immer wieder haben ihn das Meer, der Strand, die Orte an der Küste zu seinen Bildern inspiriert und er sagte oft: «Ich kenne das Meer als Badender, als Matrose und als Maler. Am liebsten habe ich es als Maler». Durch seine Bilder von Strandszenen, Segelregatten, Pferderennen und ähnlichem, wurde er sehr populär. Für den «Pavillon des Lichts» auf der Pariser Weltausstellung von 1937 malte er das mit 600 m2 grösste Bild der Welt.

 

 

 

 

Ausstellungen u.a.: Galerie Berthe Weill, Paris, 1907; Galerie Bernheim-Jeune, Paris, 1921; Biennale von Venedig, 1952 (Grosser Preis zusammen mit A. Calder).

 

Werke u.a.: Stoffmuster um 1920, Musée des Arts décoratifs, Paris; Skizze zu «Elektrizität», 1937, Musée d'Art Moderne, Paris; Das Modell, 1938, Musée d'Art Moderne, Paris.

 

 

 

Quelle : Reclams Künstlerlexikon, Jean Forneris «Raoul Dufy», Hirmer Verlag, München, 1966, DuMont's Chronik der Kunst im 20. Jhd.

 

© Copyright Galerie HILT AG, Basel, 1998/ab

 

 
 

 


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