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Traja, 1973

Original Kaltnadelradierung 90/261

Blatt: 90 x 63 cm

Bild: 68 x 46 cm

AG319

 

 

Don Quichotte & Sancho Pansa, 1956/57

Original-Farblithographie auf Japanpapier

41 x 32,5 cm

K154

Salvador Dalí (1904-1989)

Salvador Dalí wurde am 11. Mai 1904 in Figueras (Provinz Gerona, Spanien) geboren.

Gestorben ist er am 23. Januar 1989 an Herzversagen im spanischen Torre Galatea.

 

Schon früh zeigte er ein aussergewöhnliches Zeichentalent. Nur ungern jedoch liess ihn sein Vater, ein Notar, 1921 an der Kunsthochschule San Fernando in Madrid Malerei studieren. Enttäuscht von seinen Professoren schloss er sich einem Avantgardekreis an (u.a. mit dem Dichter Garcia Lorca und dem Regisseur Luis Buñuel ) und wurde wegen seinen Protest-Aktivitäten gegen Professoren schon 1923 für ein Jahr, und 1926 dann definitiv von der Schule ausgeschlossen.

 

Seine erste Einzelausstellung hatte er 1925 in Barcelona. Seine exzentrische Art und «abstossende» Malerei fand bei den Surrealisten Beachtung.

 

Anlässlich seiner ersten Reise nach Paris 1926 traf er Picasso. Während Dreharbeiten mit Buñuel 1929 in Paris lernte er viele Surrealisten sowie auch Paul Eluard und dessen Frau Gala (die Beamtentochter Gelena Devulnia Diakanoff aus Moskau) kennen, die seine Gefährtin und Muse wurde.

 

1932 nahm er an der ersten Ausstellung surrealistischer Maler in den USA teil, und mittlerweile hatte sich eine Sammlergruppe («Zodiaque») gebildet, die ihm regelmässig Bilder abkaufte. Seine Ausstellung in New York 1934 war ein triumphaler Erfolg, aber mit den Surrealisten, v.a. mit André Breton, gab es immer mehr Spannungen. 1939 brach er endgültig mit ihnen und veröffentlichte die «Unabhängigkeitserklärung der Phantasie und Erklärung der Rechte des Menschen auf seine Verrücktheit».

 

Die Zeit des spanischen Bürgerkrieges verbrachte er ausserhalb Spaniens, 1940-1948 lebte er mit Gala in New York, bevor er wieder nach Europa zurückkehrte. 1971 wurde das Dalí-Museum in Cleveland/Ohio eröffnet (heute in St. Petersburg/Florida beheimatet), 1978 wurde er in die Académie des Beaux Arts, Paris, aufgenommen, und 1982 wurde ihm der Titel Marquis de Pubol verliehen. Im gleichen Jahr starb Gala, und 1983 malte er sein letztes Bild.

 

Er blieb immer auch schriftstellerisch aktiv, schrieb Ballett-Libretti, Drehbücher und schuf Filmkulissen (Zusammenarbeit u.a. mit Visconti, den Marx Brothers, Disney), gestaltete Bühnenbilder, entwarf Schmuck und Möbel.

 

Anfänglich setzte er sich mit allen modernen Stilrichtungen auseinander. Nach katalanischen Landschaften und Portraits wurden seine Bilder immer mehr mit sexuellen Anspielungen durchzogen. Als Vorreiter der amerikanischen Fotorealisten schuf er Trompe-l'oeil-Bilder, in denen er Traumbilder ins Malerische übersetzte. Er verband Weiches mit Hartem, Sexualität mit Kulinarischem, Aggression mit Demut. Sein Credo wurde die Öffnung des Tores zum Irrationalen - keinen Anlass zu geben, ein Bild rational, psychologisch oder kulturell erklären zu können.

 

Noch zu seinen Lebzeiten wurden ihm weltweit Retrospektiven gewidmet und seine Werke sind in Museen und Sammlungen auf der ganzen Welt vertreten.

 

Der nach Ruhm und Geld süchtige, skandal-verliebte, unersättlich neugierige und sich selbst zelebrierende Katalane vermachte sein ganzes Vermögen dem spanischen Staat.

 

 

 

Quelle: Dali, Benedikt Taschen Verlag, 1995

 

 

 

© Copyright Galerie HILT AG, 1999/kr

 

 
 

 


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