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Unité Nr. 15, 1953

Originalradierung, Expl. 59/130

57 x 45,5 cm, AG523

Le Corbusier

Eigentlich Charles-Edouard Jeanneret (1887-1965)

Le Corbusier, mit bürgerlichem Namen Charles-Edouard Jeanneret, ist am 6.10.1887 in La Chaux-de-Fonds (CH) geboren und starb am 27.8.1965 in Roquebrune-Cap Martin (F).

Er lernte zuerst Uhrengraveur bevor er das Architekturstudium in Wien bei J. Hoffmann begann. Er arbeitete bei A. Perret in Paris und bei P. Behrens in Berlin u.a. mit Mies van der Rohe zusammen.

1917 zog er nach Paris und entwickelte mit Amédée Ozenfant die Schrift «Après le Cubisme», die für die den Purismus eintrat. Auch mit Ozenfant gab er 1920-1925 die Zeitschrift «L'Esprit Nouveau» heraus.

Für seine Architektur-Projekte und Publikationen begann er ab dem Jahr 1920 das Pseudonym «Le Corbusier» (der Name seines Grossvaters mütterlicherseits) zu verwenden.

Ab 1921 teilte er ein Architekturbüro mit seinem Vetter und entwickelte einen neuen Wohnbaustil: aus kubischen Elementen zusammengesetzte Häuser mit flachem Dach, grossen Fenstern, keinerlei Ornamentteilen, sachlich klar und verstandesmässig gegliedert.

Im Jahre 1925 endete die Arbeitsgemeinschaft mit Ozenfant (er übernahm ein Lehramt), und Le Corbusier veröffentlichte «Urbanisme» und «L'art décoratif d'aujourd'hui» alleine.

In Paris nahm er grosse Architekturprojekte in Angriff, fand zu einem organisch-plastisch geprägten Baustil und einer eigenen, «Modulor» genannten Masslehre, die sich an den menschlichen Proportionen orientierten.

Le Corbusier gehörte zu den führenden Architekten des 20. Jahrhunderts und verfasste zahlreiche architekturtheoretische Schriften die einflussreichste ist wohl «Vers une Architecture» aus dem Jahr 1923. Zudem entwarf er zahlreiche Möbel, die heute Kultstatus erreicht haben. Als Mitgründer des Purismus strebte Le Corbusier eine klare und rationale Malerei an, die der modernen, technisch wissenschaftlichen Welt entsprach. Um die strenge anonyme Ordnung der Formen nicht durch individuelle, gefühlsmässige, zufällige Einflüsse zu trüben, zog er das Bildobjekt, also den industriell hergestellten, standardisierten Gegenstand als «Objet moderne» in den Mittelpunkt.

1967 wurde das «Centre Le Corbusier» in Zürich und 1970 die «Fondation Le Corbusier» in der Villa La Roche im Pariser Stadtteil Auteuil eröffnet.

Bauten

Atelierhäuser für Ozefant und Lipchitz, Paris und Boulogne-sur-Seine, 1924

Schweizer Haus in der Cité Universitaire Paris, 1930-32

Erziehungsministerium in Rio de Janeiro, 1936

Unité d'Habitation, Wohnhaus in Marseille, 1947-51

Plan und Bau der Stadt Chandigarh (Indien), 1951

Museum u. Wohnhäuser in Ahmedabad (Indien),1954-56

Wallfahrtskirche Ronchamp (F), 1950-55

Kloster La Tourette bei Lyon (F), 1957-60.

 

Zahlreiche Ausstellungen in der ganzen Welt.

 

Ausstellungen in der Galerie HILT: «Le Corbusier - Baumeister», 1956.

 

Quelle : DuMont's Künstlerlexikon, Reclams Künstlerlexikon, Infoblatt Kunstmuseum Basel

© Copyright Galerie HILT AG, Basel, 2008/ab-sn-scr

 

 
 

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