seit 1950

E-Mail

 

since 1950
depuis 1950



 

 

 

Illusion Vermeille I, 1970

Farblithographie 7/65

AG420   58 x 43 cm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PIERRE CLERC (1925-1984)                      siehe auch  Kataloge

Er wird 1923 in Nimes/F geboren und stirbt am 14.2.1984 unter tragischen Umständen in der Provences.

Pierre Clerc studiert an der École Nationale des Arts Décoratifs, der Ecole des Beaux-Arts und dem Institut d’Art et Archéologie in Paris. Der Erfolg stellt sich bald ein. 1957 stellt Clerc unter anderem mit den Künstlern Atlan, Poliakoff und Soulage in Paris aus. 1958 reist er zum ersten Mal nach Japan zur Ausstellung«La Nouvelle Ecole de Paris». Seine Werke werden in den grossen Museen der Städte Tokyo, Osaka, Kyoto, Nagoya und Nagasaki ausgestellt. 1968 bereist er Indien, Irland, England, USA und Skandinavien. Während des Salon Comparaison 1986 in Paris findet eine Hommage im Grand Palais statt.

Pierre Clerc gehört zu jenen nachinformellen Künstlern, die Anregungen aus dem Tachismus gewonnen und anschliessend einen Weg gefunden haben, sich nicht mit der Vordergründigkeit von Pop oder Arte Povera zu begnügen. Dem Künstler ist es mit rein malerischen Mitteln gelungen, zu einer eigenen Bildpoesie zu finden, die an das Geheimnis der Schöpfung erinnert. Über mehrere Jahre hinweg hat er mit seinen Bildfolgen «Terres juvéniles» und «Unerforschte Länder» geheimnisvolle Bildlandschaften von erträumter Zartheit und klangvoller Stille geschaffen. Seine Bilder quellen über von Farben und Formen. Die Motive zeigen z.B. die verwitterten Felsen am Aven de Dions, die Lagunen und den Canal von Aigues Mortes. Diese Landschaften aus der Camargue, die vom Mistral und dem Meer über die Jahrtausende geprägt worden sind, werden auch in den Sagen und Legenden des heimatlichen Languedoc beschwört. Um diese Stimmungen und Erinnerungen einzufangen, hat Pierre Clerc eine eigenwillige Bildsprache entwickelt. Die Malfläche überzieht er mit einem Netz von Zeichen, die aus der Nähe betrachtet wie maschenförmige Linien erscheinen, eingeritzt in die Leinwand. Im Abstand jedoch erkennt der Betrachter in den grösseren Zusammenhängen gegenständliche Formen, oder zumindest glaubt er sie zu erkennen. Pierre Clerc gelingt es, unsere eigenen Erinnerungen an Steine und Felsen, an Blumen und Bäume, anklingen zu lassen.

Zeitlebens ist Pierre Clerc – auch während seines Aufenthalts in Paris – ein Maler des Midi geblieben. Die mediterrane Gefühls- und Erlebniswelt hat ihn existentiell berührt und nie mehr losgelassen. So ist er nie in Versuchung gekommen, kurzlebigen modischen Kunsttrends nachzueifern.

 

 

 

 

 

Ausstellungen in der Galerie HILT: «Pierre Clerc», 1967 und 1970.

 

Quellen

Katalog «Pierre Clerc, 1970», Galerie Hilt und Galerie Coray, Zürich, 1970; Katalog «Pierre Clerc: oeuvres 1961-1983», Galerie 38 Penthievre, Paris, 1990.

 

© Copyright Galerie HILT AG, 2002/ab-tr

 
 

 

 

 


Zur Beachtung: es kann sein, dass abgebildete Werke nicht mehr im Angebot erhältlich sind. Aktuelle Angebote auf Anfrage. Besten Dank für Ihr Verständnis.


 

TOP LINKS:                       Zur Hauptseite                     Publikationen                      Graphik