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le peintre au chandelier, 10.1984 Original Lithographie Auflage: 50 Expl. 65 x 47,8 cm Werkverzeichnis Sorlier Nr. 1035 Stempelsignatur, Prägestempel
Abraham pleurant Sarah, 1956 Radierung (Auflage: 375 Expl.) in der Platte signiert K166-V 44 x 33 cm
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Marc Chagall (1887-1985) Er wurde am 7.7.1887 in Liosno bei Witebsk (ehemalige UdSSR) geboren und starb am 28.3.1985 in Saint-Paul-de-Vence (F).
Einer armen jüdischen Familie entstammend, studierte er zunächst in Witebsk, dann an der Kunstakademie von St. Petersburg bei Leon Bakst. Während einem Aufenthalt in Paris von 1910-1914 löste er sich unter dem Einfluss der Fauves um Matisse einerseits und den Kubisten um Picasso und Léger andererseits von seinem bisher impressionistischen Stil. Nach Russland zurückgekehrt, entwickelte Chagall seinen eigenen Stil aus Elementen der russischen Volkskunst und der jüdisch-chassidischen Erlebniswelt seiner Kindheit. Nach der Oktober-Revolution stattete er 1919 unter der Förderung des marxistischen Journalisten und Dramaturgen Anatoli Lunatscharski das jüdische Theater in Moskau aus.
1922/23 emigrierte er über Berlin nach Paris. Dort entstanden im Auftrag des Kunsthändlers Ambroise Vollard seine Illustrationen zu Gogols «Die toten Seelen» (96 Radierungen), an denen er bis 1927 arbeitete. Danach begann er mit der Ausführung einer Serie von Illustrationen zu La Fontaines «Fabeln» (100 Radierungen).
Von 1930-1939 arbeitete er an seinen Bibel-Illustrationen (105 Blätter) und unternahm Reisen nach Palästina, Syrien, Ägypten, Holland, England und Spanien.
1941 floh Chagall vor der Okkupation von Paris in die USA, wo er 1942 die Kostüme und Bühnenbilder für Tschaikowskys Ballett «Aleko» und 1945 Strawinskys «Feuervogel» entwarf.
1947 kehrte er nach Frankreich zurück und lebte ab 1950 in Saint-Paul-de-Vence.
Das künstlerische Werk Chagalls ist gekennzeichnet durch starke, blühende Farben und eine phantastische, irreale Zusammenfügung symbolischer Bildmotive. Seine bevorzugten Themen sind die jüdische Mystik, das bäuerliche Russland, die Zirkuswelt, Liebespaare, Blumen und Tiere. Neben seinen Gemälden schuf er Keramiken und vor allem Kirchenfenster.
Schon sehr früh hatte er grosse Erfolge mit Ausstellungen in Berlin und Paris. In dem 1973 eröffneten Chagall-Museum in Nizza werden hauptsächlich die Bibel-Illustrationen gezeigt und seine Werke sind in allen grossen Museen der Welt vertreten.
Werke Glasfenster für die Kirche von Assy, 1957 Glasfenster für die Kathedrale von Metz, 1958 Glasmalereien Hadassah-Klinik und Synagoge, Jerusalem, 1960-61 Decke der Grand Opéra, Paris, 1964 Glasmalereien für das Fraumünster, Zürich, 1970 und 1978 Mosaike für die Kathedrale Vence, 1979 «Windbraut» und «Der Engelsturz», 1923/1933/1947, Kunstmuseum Basel.
Ausstellungen in der Galerie HILT: «Marc Chagall» 1956
Quellen : DuMont's Künstlerlexikon, Reclams Künstlerlexikon, DuMont's Chronik der Kunst im 20. Jhd.
© Copyright Galerie HILT AG, Basel, 1998/ab |
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