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Ohne Titel, 2006 Holzlatten, Draht, Kleister, Papier, Karton, Acryl 65x 65 cm Ohne Titel, 2007 Holzlatten, Draht, Kleister, Papier, Karton, Acryl 100x 100 cm Ohne Titel, 2006 Holzlatten, Draht, Kleister, Papier, Karton, Acryl 100x 100 cm Ohne Titel, 2008 Holzlatten, Draht, Kleister, Papier, Karton, Acryl 100x 100 cm
Iris, 2008 Armierungseisen, Draht, Kleister, Papier, Lack, Sockel: Stein 104 x 70 x 34 cm
Ohne Titel, 2008
Armierungseisen, Draht, Putzfäden, Acryl, Sockel: Tramschiene
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Claudia Bürgler (*19.5.1965)
Spurensuche Claudia Bürgler, 1965 geboren, wohnt seit ihrer Kindheit in der Region Basel. Nach einer Ausbildung zur Schriftenmalerin folgen die Fortbildung zur Werbeassistentin, Teilzeitstellen in der Werbebranche, aber auch die Arbeit in berufsfremden Tätigkeitsfeldern, wie der Betreuung psychisch kranker Menschen. Der Tod ihres Vaters zwingt sie zum Innehalten und bringt einen Wendepunkt: 1997 kündigt sie ihre Arbeitsstelle und verbringt den Sommer auf einer Bündner Alp. Im darauffolgenden Jahr zieht sie nach Italien, wo sie sich nunmehr ausschliesslich der Kunst widmet. Im Licht und in der prächtigen Farbenwelt der Cinque Terre entstehen erste Figuren. Material für Skulpturen und Sockel sind Fundstücke aus der unmittelbaren Umgebung. Marmor aus dem nahe gelegenen Carrara, in zusammengefallenen Hütten entdeckte Schieferstücke, Holz von alten Weinfässern und ähnliches. Später siedelt sie nach Genua über, wo sie im multikulturellen Gassengewirr der Altstadt viel Raum und einen faszinierenden Mikrokosmos vorfindet. Studien mit verschiedensten Materialien und Techniken führen sie zur Ausdrucksform Skulptur – besonders die vielfältigen Möglichkeiten des Papiermaché faszinieren sie. Die Künstlerin kreiert aus Draht, Zeitungspapier, Fischkleister, Holz, Stahlrohren, Armierungseisen und Farben neue Wesen, denen sie mit besonders expressiver Formensprache Leben einhaucht. Später entwickelt sie die skulpturalen Formen in Bildobjekte weiter – die Wesensart der Skulptur bleibt bestehen: expressiv, lebendig und äusserst vielschichtig. Claudia Bürgler vollzieht in Italiens Norden ein kreative Neuausrichtung und kehrt nach über zehn Jahren wieder in ihre Heimatstadt Basel zurück.
Skulpturen und Bildobjekte Vor vier Jahren
zeigte Claudia Bürgler in einer eindrucksvollen Ausstellung ihre starken,
selbstbewussten Frauenfiguren. Die 2005 präsentierten «Danaiden» waren auch
als politisches Statement der Künstlerin zu verstehen. Mit Papiermaché und
Draht schuf die Künstlerin bis ins letzte schonungslose Detail
gegenständlich ausgearbeitete Skulpturen, die sich durch eine kompromisslos
klare Haltung auszeichneten. Bereits damals
zeigten sich erste Tendenzen zu mehrheitlich abstrakteren Skulpturenformen
hin. Statt modellierter Köpfe ragen nun blanke Drähte aus den Rümpfen und
geben den Einblick in das Innenleben der Skulpturen frei. Zeitungspapier als
Papiermaché verarbeitet, wie eine Haut über das Drahtskelett gezogen,
oftmals unbemalt und roh, liefert ein buntes Informationspuzzle zum
aktuellen Zeitgeschehen. Die Suche nach
neuen Formen verfolgt Claudia Bürgler seit ihrer Rückkehr aus Italien in
ihre Heimatstadt Basel konsequent. Weg von der streng und fertig gestalteten
Skulptur, hin zu freien, zuweilen schwebend anmutenden Figuren. Diese
Weiterentwicklung führt sie zu einer neuen Form von Bildobjekten. Bilder,
welche durch die eingesetzte Technik eine dreidimensionale Optik erhalten
und an Reliefs erinnern. Die Künstlerin baut zuerst den Holzrahmen, über den
sie einem Spinnennetz gleich ein Drahtgeflecht spannt. Über die so
entstandene «Leinwand» legt sie Schicht um Schicht des Papiermaché.
Vereinzelt freigelegte Stellen geben dabei den Blick frei auf tiefer
darunter liegende Schichten. Claudia
Bürgler lädt den Betrachter zu Erkundungstouren in ihre Bildwelten ein. In
meist surrealen Szenen sind Landschaften, Städte, Tiere und Menschen zu
entdecken, in einer ebenso starken Bildsprache und Intensität wie schon 2005
bei den Danaiden. |
Ausstellungen Galerie HILT
25.03. - 26.03.2005 «Zeitenwechsel»
04.04.09 - 09.05.09 «Bildobjekte und Skulpturen Ausstellungsdokumentation 2009 (pdf)
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